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Sonderausstellungen Upcoming and running exhibitions
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11 gefunden / found
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Druckfrisch aus den Zwanzigern: Einblicke in Chinas Moderne

Von/from: 19.09.2025 Bis/until: 12.07.2026
Die Ausstellung lädt in eine faszinierende Zeit des Aufbruchs ein: Nach dem Fall des Kaiserreichs 1911 war China in den 1920er- und 30er-Jahren geprägt von rasantem Wandel, technischen Neuerungen und einer regelrechten Bilder- und Medienflut. Die moderne Druckindustrie revolutionierte die Produktion und prägte Kultur und Kommunikation nachhaltig.
Das MARKK präsentiert erstmalig eine Auswahl seiner weltweit einzigartigen Sammlung an Druckgrafiken. Viele der Objekte kamen im Rahmen einer der frühesten chinesisch-deutschen Forschungskooperationen zwischen 1927 und 1932 nach Hamburg.
In dieser bewegten Epoche entstanden neue Medien, Modetrends und visuelle Ausdrucksformen. Es entwickelte sich eine Kultur voller Erfindungsgeist, in der mit Druckverfahren experimentiert und eine neue Bildsprache entwickelt wurde, die weit über die Kunstwelt hinauswirkte.
Druckfrisch aus den Zwanzigern zeigt, wie Massenproduktion Kunst, Kommunikation, Kommerz und das Lebensgefühl einer Generation beeinflusste. Gleichzeitig wird der historische Kontext der Sammlung sichtbar: ein bedeutsamens Kapitel transkultureller Museumsgeschichte, das bis heute nachwirkt.
Veranstalter / Institution
MARKK (ex: Museum am Rothenbaum, Hamburgisches Museum für Völkerkunde)
Rothenbaumchaussee 64
DE 20148 Hamburg
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Romane Holderried Kaesdorf: Haltung bewahren

Von/from: 27.09.2025 Bis/until: 12.04.2026
Fünf Jahrzehnte lang zeichnet Romane Holderried Kaesdorf (1922–2007) jeden Tag. Ihr Werk gehört zu den herausragenden Beiträgen im Bereich »Zeichnung der Gegenwart«. Der leise Humor in den Arbeiten entsteht zwischen den Begegnungen von Figuren, durch den Umgang von Figuren mit Alltagsdingen, über Körperhaltungen sowie durch eingefügte Worte und Satzfragmente.
Bis 1974 herrschen in ihren Zeichnungen meist paarweise auftretende Männer – oftmals als Jäger bezeichnet – vor. Sie bevölkern mit ritualisierten Gesten Sofas und Sessel oder hantieren hingebungsvoll mit Stühlen. Sie werden 1974/75 von weiblichen Figuren abgelöst, deren Aktionen und Haltungen wesentlich dynamischer sind. Das Tun der Frauen ist von innerer Freiheit und Gegenwärtigkeit bestimmt – ob sie nun mit Dingen interagieren oder erproben, »wie man ein Brett mit der Hand hält«. In den letzten Serien reduziert die Künstlerin die bühnenartigen Arrangements und setzt einzelne Handlungen wie das Händeringen oder Riechen plastisch mit wenigen Strichen um.
Veranstalter / Institution
Kunstmuseum Stuttgart (ex: Galerie der Stadt Stuttgart)
Kleiner Schlossplatz 1
DE 70173 Stuttgart
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TURNING PAGES: KünstlerInnenbücher der Gegenwart

Von/from: 01.10.2025 Bis/until: 22.03.2026
Das Buch als künstlerisches Medium spielt eine zentrale Rolle in der Praxis u. a. von Louise Bourgeois, Milena Büsch, Ed Ruscha, Isa Genzken sowie in der aktuellen Arbeit vieler junger Künstler*innen der österreichischen und internationalen Szene.
Das Buch wird als Instrument genutzt, um poetische Visionen zu entwerfen, und auch als Erweiterung der Konzeptkunst gesehen. Die Künstler*innenbücher der Ausstellung initiieren Dialoge über Geschlechterrollen und gesellschaftspolitische Fragen. Zugleich ist das Buch eine Form des kulturellen Gedächtnisses und der Erinnerung. Vor dem Hintergrund der digitalen Welt experimentieren Künstler*innen mit dem Medium Buch und überschreiten traditionelle Grenzen von Bild, Text und Material.
Die Ausstellung TURNING PAGES. KünstlerInnenbücher der Gegenwart sowie das zugehörige Rahmenprogramm und die begleitende Publikation sind Teil des interdisziplinären Creative Europe Projekts AbeX, finanziert von der Europäischen Union.
Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des*der Autors*in bzw. der Autor*innen und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die Vergabebehörde können dafür verantwortlich gemacht werden.
Veranstalter / Institution
MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst - MAK
Stubenring 5
AT 1010 Wien
Tel.: (+43-1) 711 36-248 Fax: +43-(0)1- 713 10 26 E-Mail: office@MAK.at WWW: http://www.mak.at |
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Junge Grafik Schweiz!

Von/from: 24.10.2025 Bis/until: 06.04.2026
Die Ausstellung beleuchtet das aktuelle Schaffen von Grafikdesigner:innen bis Mitte 30 und zeigt, wie die neue Generation die Grafiklandschaft mitgestaltet.
Die Schweiz verfügt über eine bedeutende Grafiktradition, die international Massstäbe setzt. Doch wie prägt die junge Generation die Schweizer Grafiklandschaft von heute? Junge Grafik Schweiz! beleuchtet das Schaffen von Designer:innen im Alter zwischen Mitte 20 und Mitte 30 und lädt dazu ein, die Vielfalt gestalterischer Ansätze aus ihrer Perspektive zu entdecken. Die Ausstellung zeigt, wie sich die junge Szene im Spannungsfeld zwischen technologischen Neuerungen und gestalterischer Haltung, zwischen grafischem Erbe, experimenteller Praxis und gesellschaftlicher Reflexion bewegt.
Öffnungszeiten / Opening
24.10.2025 - 6.4.2026 - | 10:00 - 17:00 | Di,Mi,Fr,Sa,So
24.10.2025 - 6.4.2026 - | 10:00 - 20:00 | Do
Veranstalter / Institution
Museum für Gestaltung Zürich - Toni-Areal
Pfingstweidstrasse 96
CH 8005 Zürich
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„Seht wie würdevoll!“. Spanische Meistergrafik von Goya und Dalí

Von/from: 24.10.2025 Bis/until: 22.03.2026
Zwei herausragende Bilderfolgen der spanischen Künstler Francisco de Goya (1746 – 1828) und Salvador Dalí (1904 – 1989) stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Den Anfang machen die gesellschaftskritischen Blätter aus „Los Caprichos“ von Goya, die zwischen 1793 und 1799 entstanden. Sie zählen heute zu den berühmtesten grafischen Zyklen der europäischen Kunst und sind Wegbereiter der Moderne.
Als Hommage an seinen großen Landsmann transformierte zwei Jahrhunderte später von 1973 bis 1977 Salvador Dalí dieses Schlüsselwerk in seine surreale Formensprache und antwortet auf dessen bittere Ironie: „Seht wie würdevoll“! („Miren que grabes!”). Es erwartet Sie ein künstlerischer Dialog zweier Grafikfolgen, die in einer Auswahl als großzügige Leihgaben aus Spanien für einige Monate zu Gast in Augsburg sind.
„Los Caprichos“ – Gesellschaftssatire bei Goya und Dalí
Bereits im Titel „Seht wie würdevoll!“ („Miren que grabes!”) schwingt der ironische Charakter der Grafikfolge mit. Abgeleitet vom italienischen Capriccio – unbeschwerte Laune, Einfall – verharmlost die Bezeichnung „Los Caprichos“ den Inhalt des vielfältig gesellschaftskritischen Bilderzyklus. Es handelt sich dabei um eine Serie von 80 Blättern, von denen insgesamt 300 Serien gedruckt wurden. In den Handel kamen 1799 nur wenige davon, da Francisco de Goya diese aus Angst vor Inquisition frühzeitig einstellte. Die inhaltliche Verschlüsselung der Zeichnungen mag auch zu seinem eigenen Schutz gedient haben – damals wie heute noch, stellt die Interpretation dieser mehrdeutigen Gesellschaftssatire eine Herausforderung dar.
Salvador Dalí ließ die komplette Folge mittels eines fotomechanischen Druckverfahren, der sogenannten Heliogravüre, reproduzieren und überarbeitete diese Blätter von 1973 bis 1977. In seiner eigenen Formensprache setzt auch er sich in seinem Zyklus in kritischer Weise mit den gesellschaftlichen Verhältnissen der Zeit auseinander und steigert Goyas „Los Caprichos“ ins Surreale.
Die Augsburger Ausstellung im Schaezlerpalais greift jeweils einzelne Bildpaare heraus und betrachtet ihre mögliche Deutung im historischen und gesellschaftlichen Kontext.
Die ausgestellten Grafiken sind Leihgaben der nordspanischen Fundación Museo de Artes do Gravado á Estampa Dixital. Unterstützt wird die Ausstellung durch die Stadtsparkasse Augsburg und die Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung. Herzlichen Dank!
Veranstalter / Institution
Schaezlerpalais
Maximilianstraße 46
DE 86150 Augsburg
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