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Wechsel von der alten zur neuen Website

In den kommenden Monaten erfolgt die Umstellung auf eine neue Website, die für PC, Tablet und Smartphone optimiert ist.

 

Mit zeitgemäßer Optik und neuen Funktionen erwarten wir die Freischaltung zwischen November 2023 und Januar 2024. Highlight wird ein stark erweiterter Downloadbereich sein. Werbetreibenden bieten wir den Einbau von größeren Anzeigen und von Videos.

KONSERVATIVe wird auf eine eigene Website ausgelagert.










Willkommen

Aktuelle Sondermeldungen:

Mittwoch, 29. November: UNESCO und INTERPOL planen fĂŒr 2025 ein virtuelles 3D-Museum gestohlener KulturgĂŒter: In einer bahnbrechenden Zusammenarbeit wollen die UNESCO und INTERPOL das weltweit erste virtuelle Museum aufbauen, das sich der BekĂ€mpfung des illegalen Handels mit KulturgĂŒtern widmet. Dieses visionĂ€re Projekt, dessen Veröffentlichung fĂŒr 2025 geplant ist, wurde von Saudi-Arabien mit einer anfĂ€nglichen Finanzierungszusage von 2,5 Millionen US-Dollar erheblich unterstĂŒtzt. Das Hauptziel besteht darin, das Bewusstsein fĂŒr das schwerwiegende Problem gestohlener KulturgĂŒter zu schĂ€rfen und die Wiederbeschaffung dieser unschĂ€tzbaren Objekte zu erleichtern. Nach der Generaldirektorin der UNESCO, Audrey Azoulay, soll das Projekt verdeutlichen, was seinen HĂŒtern entrissen, fĂŒr die Forschung unzugĂ€nglich gemacht und nun Gefahr lĂ€uft, in Vergessenheit zu geraten. Die Zusammenarbeit mit INTERPOL zielt darauf ab, die Schwere des Kulturdiebstahls aufzuzeigen und aktiv zur Wiederbeschaffung gestohlener Artefakte beizutragen. Im Mittelpunkt dieses ehrgeizigen Projekts steht die Transformation der umfangreichen Datenbank von INTERPOL, die ĂŒber 52.000 gestohlene Artefakte in 3D-Darstellungen umwandelt. Es soll nicht nur ein Aufbewahrungsort gestohlener Artefakte sein, sondern auch ein wirkungsvolles Lehrmittel. Es ist nicht nur auf Behörden und Kulturschaffende zugeschnitten, sondern auch auf die breite Öffentlichkeit, mit besonderem Fokus auf jĂŒngere Generationen, und sein virtueller Besuch soll sogar ein realitĂ€tsnahes Erlebnis bieten. Besucher können virtuelle Galerien erkunden, auf Bildungsressourcen zugreifen und sich ein Bild davon machen, wie wichtig der Schutz des kulturellen Erbes ist. So können sich die Besuchenden aktiv an der Bewahrung der Kulturgeschichte beteiligen. 3D-Darstellungen gestohlener Artefakte werden von detaillierten Informationen zu ihrer Geschichte und kulturellen Bedeutung begleitet. Dieses interaktive Erlebnis fördert eine tiefere Verbindung und ermöglicht es dem Einzelnen, den Wert jedes einzelnen StĂŒcks und die Dringlichkeit des Schutzes unseres gemeinsamen Erbes zu schĂ€tzen. Durch die Einbeziehung der Stimmen derjenigen, die in direktem Zusammenhang mit den gestohlenen Artefakten stehen, schafft das virtuelle Museum eine BrĂŒcke zwischen den Kulturen und fördert Empathie und VerstĂ€ndnis. Quelle: ARTCENTRON NEWS
Donnerstag 23. November: Die Mellon Foundation unterstĂŒtzt den Ausbau von Digital Benin mit einer Millionenförderung: Antragsteller war das Museum am Rothenbaum zusammen mit dem Team von Digital Benin. Das Team von Digital Benin plant die Entwicklung von Open-Source-Tools fĂŒr weitere Projekte im Bereich des digitalen kulturellen Erbes, um dem BedĂŒrfnis vieler Gemeinschaften nachzukommen, eine Datenplattform wie DigitalBenin.org aufbauen zu können, die eine Rekontextualisierung von Objekten in der Kultur ihrer Ursprungsorte stĂ€rkt und ermöglicht. FĂŒr diese VerlĂ€ngerung erhielt Digital Benin eine Fördersumme von 2,6 Mio. Euro fĂŒr drei Jahre, die im Dezember 2023 beginnen wird. Quelle: Museum am Rothenbaum
Digital Benin ist bereits durch zwei deutsche Stiftungen, die Ernst von Siemens Kunststiftung mit ĂŒber 1,5 Mio. € und die Gerda Henkel Stiftung mit 25.000 € unterstĂŒtzt worden. Die Mellon Foundation hat ĂŒbrigens auch das Cranach Research Project unterstĂŒtzt.
Samstag, 4. November: Einbruch im Roemer-PelizĂ€us-Museum Hildesheim: In der Nacht von Sonntag, 29.10.2023, 20:00 Uhr auf Montag, 30.10.2023, 07:30 Uhr kam es zu einem Einbruch in das Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim. Die Tat wurde am Montag von der Polizei aufgenommen, jedoch zunĂ€chst als Versuch, da laut Museum bei der Tatortaufnahme davon ausge-gangen wurde, dass keine GegenstĂ€nde entwendet worden sind. Erst vergangenen Donnerstag wurde bei der Hildesheimer Polizei bekannt, dass drei antike Objekte gestohlen wurden, worauf eine nochmalige intensive Spurensu-che am Tatort erfolgte. Bisherigen Ermittlungen zufolge verschafften sich die Eindringlinge ĂŒber ein Fenster im rĂŒckwĂ€rtigen Bereich des Museums, das sich im ersten Obergeschoss befindet und welches die TĂ€ter auf bislang unbekannte Art und Weise erreichten, Zutritt in den tatbetroffenen Raum. Von hier entwende-ten sie das Diebesgut, bei dem es sich nach vorliegenden Informationen um zwei Kerzenleuchter sowie ein GefĂ€ĂŸ, einen sogenannten Schultertopf, handelt.
Die Ermittlungen werden durch das 2. Fachkommissariat in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft gefĂŒhrt. Zur Höhe des Schadens werden aus ermittlungs-taktischen GrĂŒnden keine Angaben gemacht. Zeugen, die sachdienliche Hinwei-se in Zusammenhang mit der Tat geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05121/939-115 bei der Polizei Hildesheim zu melden. Quelle: Gemeinsame Pressemeldung von Staatsanwaltschaft und Polizei Hildesheim
Sonntag, 8. Oktober: ObjektabgĂ€nge im Imperial War Museum und im Natural History Museum, London: Das Imperial War Museum und das Natural History Museum hatten kĂŒrzlich bekannt gegeben, dass auch bei ihnen Objekte abhanden gekommen sind. Aber hatten beide Museen in den letzten Jahren tatsĂ€chlich mehr als 1000 historisch und wissenschaftlich wichtige ObjektabgĂ€nge, wie die Mail on Sunday aufaddierend behauptet hatte?
Das Imperial War Museum hatte in einer Anfrage zur Informationsfreiheit bekannt gegeben, dass seit dem Jahr 2018 560 Objekte als verloren gemeldet wurden, wĂ€hrend das Natural History Museum sagte, dass im gleichen Zeitraum mehr als 540 Objekte entweder verlegt, zerstört oder gestohlen wurden. Von den 560 vom Imperial War Museum verlorenen GegenstĂ€nden wurden nur 69 mit einem Handelswert bewertet, und diese allein hatten einen Wert von 55.000 GBP. Bei den meisten davon handelte es sich um historisch bedeutsame Zeichnungen fĂŒr die Illustrated London News. Das Imperial War Museum gab folgende Details bekannt: bei den verlorenen GegenstĂ€nden handele es sich um Miniaturnachbildungen von Waffen sowie um Fotografien, BĂŒcher, GemĂ€lde und Originalplakate aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Viele der Plakate enthielten Propagandabotschaften mit Slogans wie „Der Angriff beginnt in der Fabrik“ oder „Einem Freund etwas zu sagen, bedeutet vielleicht, es dem Feind zu sagen“. Zu den verlorenen GegenstĂ€nden gehörten auch viele Zeichnungen, von denen einige von britischen Kriegsgefangenen angefertigt wurden, die in japanischen Lagern festgehalten wurden. Das Imperial War Museum ließ jedoch anschließend verlauten: „Wir verfĂŒgen ĂŒber klare Systeme zum Schutz der 33,5 Millionen GegenstĂ€nde in unserer Obhut.“ Es sei irrefĂŒhrend zu sagen, dass in den letzten fĂŒnf Jahren 559 Objekte verloren gegangen sind: „Die als verloren erfassten Daten stellen das Datum dar, an dem die Verlustaufzeichnungen zuletzt in unserem System aktualisiert wurden, sie haben kaum oder gar keinen Bezug zum Datum der tatsĂ€chlichen Verluste.“ Die ĂŒberwiegende Mehrheit dieser Verluste ist somit Ă€lter als 2018.“
Das Naturhistorische Museum gab bekannt, dass prĂ€historische Fossilien, darunter Teile eines Dinosauriers und eines Krokodilzahns, gestohlen worden waren, wĂ€hrend Hunderte von Proben, darunter Fische, Vögel und ObjekttrĂ€ger, entweder wĂ€hrend der Leihgabe verloren gegangen oder versehentlich zerstört worden waren. Das Naturhistorische Museum stellte klar: „In den letzten zehn Jahren gab es nur 13 FĂ€lle von verlorenen oder fehlenden GegenstĂ€nden aus einer Sammlung von 80 Millionen, beschrĂ€nkt auf kleine Dinge wie ZĂ€hne, Fisch und gefrorenes Tiergewebe und nur ein bestĂ€tigter Diebstahl.“ Quelle: Mail Online News v. 1.10.2023
Sonnabend, 30. September: Erneuter Fall von Mitarbeiter-Kunstdiebstahl, diesmal aus dem Deutschen Museum in MĂŒnchen: Erst jetzt bekannt wurde der Fall eines heute 30-JĂ€hrigen, der von Mai 2016 bis April 2018 als technischer Mitarbeiter in der Sammlungsverwaltung des Deutschen Museums gearbeitet hatte. Er hatte Zugang zum Depot des Museums, wo sich aufgrund von Schenkungen und Erbschaften auch eigentlich museumsferne Kunstwerke befinden. Er entwendete vier Kunstwerke, um sie um die Ecke bei MĂŒnchner AuktionshĂ€usern versteigern zu lassen. In einem Fall, Franz von Stucks "Das MĂ€rchen vom Froschkönig"/"Es war einmal", ersetzte er das Bild im Museum durch eine FĂ€lschung. Mit den eher bescheidenen Auktionserlösen (nicht mehr als zusammen ca. 60 T€) tilgte er Schulden und finanzierte sich einen luxuriösen Lebensstil - eine neue Wohnung, teure Armbanduhren und einen Rolls-Royce. Mit diesem Lebensstil prahlte er auch noch herum. FĂŒr dieses "illegale Inverkehrbringen von Kulturgut" hat das MĂŒnchner Amtsgericht ihn am 11.9.2023 zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf BewĂ€hrung verurteilt. Außerdem ordnete es die Einziehung des Geldes an. Er kam deswegen so glimpflich davon, weil er ehrliche Reue und Einsicht zeigte, nicht vorbestraft und gestĂ€ndig war. Das Urteil ist rechtskrĂ€ftig.
Im Falle des Stuck-Bildes hatte der Verurteilte angegeben, dass das GemĂ€lde aus dem Besitz seiner Urgroßeltern oder Großeltern stamme. Außerdem entwendete der Mitarbeiter aus dem Lager des Deutschen Museums die GemĂ€lde "Die WeinprĂŒfung" von Eduard von GrĂŒtzner (1846-1925) und "Zwei MĂ€dchen beim Holzsammeln im Gebirge" von Franz von Defregger (1835-1921). Eines der GemĂ€lde ließ er ebenfalls versteigern, das andere verkaufte er direkt an das Auktionshaus, was ihm insgesamt 11.490,50 Euro einbrachte. In einem vierten Fall scheiterte der Angeklagte: Er versuchte, das ebenfalls aus dem Depot entwendete GemĂ€lde "Dirndl" von Franz von Defregger ĂŒber ein anderes MĂŒnchner Auktionshaus versteigern zu lassen. Dazu kam es mangels eines entsprechenden Gebotes allerdings nicht.
Im Deutschen Museum wurde der Diebstahl erst lange nach der Tat entdeckt, als im Rahmen einer Provenienzforschung die plumpe FĂ€lschung im echten Rahmen entdeckt wurde. Bei einer anschließenden Revision im Depot wurden auch die restlichen DiebstĂ€hle entdeckt. Das Deutsche Museum bemĂŒht sich noch um die RĂŒckabwicklung. Das Stuck-GemĂ€lde war von einer Schweizer Galerie gekauft worden. Das Auktionshaus Ketterer-Kunst hatte zur Provenienz lediglich angegeben: "Privatsammlung SĂŒddeutschland". MEHR zu Mitarbeiter-KunstdiebstĂ€hlen in St. Petersburg und London und dem anscheinend selbstverschuldeten Einbruch in Köln in unserem BeitrĂ€gen in der neuesten EXPOTIME! Aktenzeichen: 1119 Ds 13 Js 112633/22,
Quellen: Pressemitteilung des Amtsgerichts MĂŒnchen; T-Online, SZ, The ART NEWSPAPER
Sonnabend, 16. September: Wissenschaftler und KĂŒnstler sind nicht verantwortlich fĂŒr Kriege und die MilitĂ€rputsche in ihren LĂ€ndern! Die französische Kulturministerin Rima Abdul Malak hat die Kulturwelt mit der Entscheidung verblĂŒfft, jegliche Zusammenarbeit Frankreichs mit KĂŒnstlern und KĂŒnstlern aus Mali, Niger und Burkina Faso einzustellen. In einer Mitteilung, die am Mittwoch an subventionierte KulturstĂ€tten im ganzen Land verschickt wurde, heißt es: „Jedes Projekt der Zusammenarbeit oder finanziellen UnterstĂŒtzung mit Institutionen oder BĂŒrgern aus diesen LĂ€ndern muss ausnahmslos sofort ausgesetzt werden.“ Weiter hieß es: „An BĂŒrger aus Mali, Niger und Burkina darf keine Einladung ausgesprochen werden. Ab heute wird diesen BĂŒrgern ausnahmslos kein Visum mehr ausgestellt.“ Die KĂŒnstlergewerkschaft Syndeac wies darauf hin, dass die kĂŒnstlerische Freiheit in Frankreich gesetzlich geschĂŒtzt ist und im Zusammenhang mit der Invasion in der Ukraine keine derartigen Maßnahmen gegen russische KĂŒnstler ergriffen worden seien und auch die kulturelle Zusammenarbeit mit Diktaturen wie China nie ausgesetzt worden sei. Dieses Vorgehen sei aus kĂŒnstlerischer Sicht bedeutungslos und ein großer politischer Fehler.
Syndeac hat darauf hingewiesen, dass nĂ€chste Woche in Limoges ein französischsprachiges Theaterfestival beginnen wird, an dem eine große Anzahl afrikanischer Teilnehmer teilnehmen wird. „Wir werden als Geiseln politischer Entscheidungen genommen“, befĂŒrchtet der in Burkina Faso geborene Leiter des Festivals, Hassane Kassi KouyatĂ©. „Wir arbeiten seit drei Jahren an einigen dieser Projekte, und jetzt wird uns mitgeteilt, dass die KĂŒnstler nicht kommen dĂŒrfen.“ Abdul-Malak erklĂ€rte allerdings gestern, dass bestehende Partnerschaften von dem Verbot nicht betroffen seien, sondern lediglich neue Projekte, fĂŒr die Reisevisa fĂŒr KĂŒnstler erforderlich wĂ€ren. Quelle: Vincent Price in THE ART NEWSLETTER, 15.9.23
Sonnabend, 16. September: DoppelkĂŒndigung in Bernried (UPDATE): Bei der Vorstellung des Anbaus (14 Mio. €) des Buchheim Museums, der wegen der sehr großen Schenkung der Tutzinger Slg. Hierling notwendig und von Daniel J. Schreiber verhandelt wurde, sagte Bayerns Kultusminister Markus Blume: "Mein Appell lautet gleichwohl: Es braucht eine rasche rechtliche KlĂ€rung, eine nachvollziehbare ErklĂ€rung [!] und ein allseitiges BemĂŒhen, damit das Buchheim Museum... als Museum der Phantasie - nicht des Unfriedens - verzaubert." Anscheinend hat sich auch im Ministerium der Eindruck eingestellt, es gehe hier gar nicht um Liebensbande im Museum.
Fristlos vom Stiftungsvorstand Walter Schön gekĂŒndigt worden waren Daniel J. Schreiber (58), bis vor wenigen Tagen Direktor des zuletzt außerordentlich erfolgreichen Buchheim-Museums, und seine PR-Mitarbeiterin Claudia Lamas Cornejo, die erst seit einem knappen Jahr im Museum tĂ€tig ist. Beide haben gegen die KĂŒndigung Klage eingereicht. Als Grund wird "Störung des Betriebs-friedens in den letzten Monaten" bzw. "gravierendes Fehlverhalten insbesondere in der FĂŒhrung der Mitarbeiter, insbesondere die Ungleichbehandlung von Mit-arbeitern aus persönlichen GrĂŒnden" genannt. Was sich hinter diesem Geraune verbirgt, ist noch nicht deutlich geworden. Der MĂŒnchner Merkur setzt dem Geraune noch eine Vermutung nach: "In Museumskreisen heißt es, Cornejo sei vom Chef gegenĂŒber altgedienten Mitarbeitern bevorzugt behandelt worden."
Die Museumsleitung hat das ebenfalls konservative Mitglied des Stiftungsrates Erich Schneider (bis 2020 Direktor des Museums fĂŒr Franken) ĂŒbernommen. Das Buchheim-Museum hat ĂŒber 10 MitarbeiterInnen.
Montag, 4. September: FĂŒhrungswechsel beim British Museum: Angesichts einer kĂŒrzlich bekannt gewordenen Diebstahlserie am British Museum war am 25.8.2023 dessen Direktor Hartwig Fischer mit sofortiger Wirkung zurĂŒckgetreten. In einer Stellungnahme hatte Fischer erklĂ€rt, er habe in den vergangenen Tagen die Ereignisse rund um die DiebstĂ€hle am British Museum und deren Untersuchung geprĂŒft. Es sei offensichtlich, dass das Museum auf die Warnungen 2021 und die fortlaufenden DiebstĂ€hle nicht so umfassend und schnell reagiert habe, wie es nötig gewesen wĂ€re. Fischer hatte eigentlich erst im kommenden FrĂŒhjahr seinen Posten abgeben wollen.
Das Kuratorium des BM hat nun mit Mark Jones, dem frĂŒheren Leiter des Victoria & Albert Museums, einen Interimschef vorgeschlagen. Der britische Premierminister Sunak muss der Personalie noch zustimmen. Hauptaufgabe des Interimchefs soll sein, die Inventarisierung zu beschleunigen und „den Stolz auf die kuratorische Mission des Museums wieder zu stĂ€rken“. Quelle: u.a. https://www.deutschlandfunkkultur.de/neuer-interimschef-fuer-british-museum-vorgeschlagen-102.html
Sonnabend, 29. Juli: die EXPONATEC COLOGNE findet 2023 nicht statt (UPDATE): Werblich war sie ja auch seit vielen Monaten nicht existent. Die Messe sagt dazu: "Die Entscheidung, die Messe 2023 nicht durchzufĂŒhren, ist vor dem Hintergrund schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und eines zu geringen Potentials insbesondere im Bereich Museen und Kultureinrichtungen gefallen. Diese Gesamtlage fĂŒhrt derzeit zu einer Verunsicherung der Ausstellungs- und Restaurierungsbranche im Hinblick auf Investitionen und Innovationen." Quelle: Koelnmesse
Donnerstag, 20. Juli: Razzia gegen die Diebe von Maching (UPDATE): Fahnder des Bayerischen LKA haben unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Ingolstadt vier Haftbefehle gegen die mutmaßlichen Diebe des Manchinger Goldschatzes vollzogen. Es handelt sich um vier deutsche StaatsbĂŒrger, die eine professionelle Gang bildeten. Bei den sichergestellten Einbruchswerkzeugen konnte eine DNA-Spur gesichert werden. Ein Datenbankabgleich dieser Spur in der bundesweiten DNA-Datenbank sowie im benachbarten Ausland fĂŒhrte zu acht weiteren Spurtreffern. Hierbei handelte es sich jeweils um Ă€hnlich gelagerte DiebstĂ€hle im gesamten Bundesgebiet und Österreich. Auch hier wurden vor dem eigentlichen Einbruch in mehreren FĂ€llen Kabel durchtrennt, um Alarmanlagen umgehen zu können. Die EinbrĂŒche fanden seit 2014 in Nienhagen, Pressath, EdermĂŒnde, Winsen, Bad Aibling, Heilsbronn und Schwarzheide sowie in Krems statt. Bei allen EinbrĂŒchen waren die TĂ€ter stets gleich ausgerĂŒstet: Sie trugen schwarze Overalls mit Sturmhauben und hatten jeweils baugleiche Brecheisen, Schraubendreher und einen Winkelschleifer mit mehreren Trennscheiben dabei. Um gegebenenfalls noch vorhandene Alarmanlagen zu stören, benutzten sie einen Funk-Jammer. Vor Angehen des eigentlichen Einbruchobjektes kappten sie Telefon-Glasfaserkabel in VerteilerkĂ€sten oder HĂ€usern.
Im Rahmen des Einsatzes wurden 28 Wohnungen, GeschĂ€ftsrĂ€ume, Gartenparzellen, ein Bootshaus und Fahrzeuge durchsucht. Insgesamt befanden sich in der Spitze mehr als 100 Beamtinnen und Beamte aus Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Berlin und der Staatsanwaltschaft Ingolstadt im Einsatz. Bei den Durchsuchungen konnten Overalls, Masken, Einbruchwerkzeug, RucksĂ€cke, Mobiltelefone, Jammer und Bargeld aufgefunden und sichergestellt werden. Bei seiner Festnahme fĂŒhrte der 43-JĂ€hrige in einer PlastiktĂŒte 18 eingeschmolzene Goldklumpen mit sich. Eine sofortige erste Analyse mittels Röntgenfluoreszenzanalyse im Kriminaltechnischen Institut des LKA ergab eine Materialzusammensetzung an Gold, Silber und Kupfer, die der Zusammensetzung des Goldschatzes entspricht. Somit muss mit hoher Wahrscheinlichkeit derzeit davon ausgegangen werden, dass es sich hier um bearbeitete StĂŒcke des Manchinger Goldschatzes handelt. Weitere Analysen finden zusammen mit der ArchĂ€ologischen Staatssammlung derzeit noch statt. Quelle: LKA .
Donnerstag, 13. Juli: Endlich Klarheit:Der DMB hat soeben einen bemerkenswert deutlichen Leitfaden "Standards fĂŒr Museen" veröffentlicht. Die Publikation beschreibt die zentralen Handlungsfelder im Museum, formuliert das neue Museumsleitbild und liefert erstmalig Standardkriterien fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige, professionelle und nachhaltige Museumsarbeit. Die Publikation richtet sich vor allem an EntscheiderInnen in den Museen, MuseumstrĂ€ger sowie VertreterInnen der Kulturpolitik. Er soll Museen und TrĂ€gerschaften dazu anregen, verstĂ€rkt in den Austausch zu gehen und gemeinsam zeitgemĂ€ĂŸe und hochwertige Museumsarbeit zu ermöglichen und zu gestalten. DafĂŒr formuliert die Publikation Forderungen an die Kulturpolitik, darunter angemessene Rahmenbedingungen, die es den Museen ermöglichen, ihrem gesellschaftlichen Auftrag gerecht zu werden und eine zukunftsfĂ€hige und fachlich fundierte Museumsarbeit umzusetzen. Autoren sind ICOM Deutschland, die Konferenz der Museumsberatungsstellen in den LĂ€ndern und der Deutschen Museumsbund.
Der Leitfaden wurde in einem mehrstufigen partizipativen Prozess erarbeitet und bĂŒndelt umfassendes Fachwissen zahlreicher Fachleute; die Teilnehmenden sind im Leitfaden aufgelistet. Dieser Zusammenschluss von Fachakteuren aus den BundeslĂ€ndern, von Lehrenden und PraktikerInnen sowie von national und international agierenden Museumsorganisationen ist vorbildlich.
Direktlink
10.7.2023: Klarheit geschaffen? ICOM Belgien, ICOM Deutschland, ICOM Österreich und ICOM Schweiz haben sich auf eine gemeinsame deutsche Übersetzung des im August 2022 in Prag verabschiedeten Museumsleitbildes verstĂ€ndigt. Die deutsche Übersetzung lautet: "Ein Museum ist eine nicht gewinnorientierte, dauerhafte Institution im Dienst der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt, interpretiert und ausstellt. Öffentlich zugĂ€nglich, barrierefrei und inklusiv, fördern Museen DiversitĂ€t und Nachhaltigkeit. Sie arbeiten und kommunizieren ethisch, professionell und partizipativ mit Communities. Museen ermöglichen vielfĂ€ltige Erfahrungen hinsichtlich Bildung, Freude, Reflexion und Wissensaustausch."
In einer der kommenden Ausgaben von MUSEUM AKTUELL werden wir uns mit diesem neuen Leitbild, dessen Zustandekommen und Auswirkungen nÀher beschÀftigen.
ICOM Deutschland beendet die Lunchbreaks und erfindet ein neues Format: Ab 4. September, 12:30 h startet ICOM Deutschland ein neues PR-Angebot, nachdem das Format "Lunchbreak" bereits beim 2. Mal nur halb so viele Teilnehmer wie beim ersten Mal hatte (als es seinerzeit noch um den brisanten Bann von ICOM Russia durch ICOM Deutschland ging).
Das neue Format "ICOM Mondays" soll ĂŒber Zoom kĂŒnftig jeden ersten Montag im Monat jeweils 1,5 Stunden stattfinden. Geblieben ist, dass es sich hierbei nicht um Kommunikation nur mit Mitgliedern handelt, sondern jeder teilnehmen darf. Diskutiert werden sollen "aktuelle Fragen des Museums" mit UnterstĂŒtzern aus dem In- und Ausland. Mitglieder von ICOM Deutschland sind jedoch "eingeladen, sich mit Feedback und eigenen Ideen einzubringen." Offen ist, ob diese "ICOM Mondays" dokumentiert und im vereinsrechtlichen Entscheidungsprozeß eine Rolle spielen werden.
Da es ja einen ICOM-Deutschland Newsletter gibt, bleibt abzuwarten, ob dieser Kommunikationsbedarf tatsĂ€chlich den BedĂŒrfnissen der Mitglieder entspricht und ob dadurch neue Mitglieder gewonnen werden können - oder ob das Format dazu benutzt wird, politische Meinungen des Vorstands in die Mitgliedschaft zu transferieren. Dies wĂ€re nach den bisherigen Erfahrungen besonders kritisch zu sehen, denn nach deutschem Recht hat der Vorstand die alleinige Aufgabe, den Vereinszweck umzusetzen, der in der Satzung festgelegt wurde und durch die BeschlĂŒsse der Mitgliederversammlung verstĂ€rkt wird.
Der Vereinszweck findet sich hier auf S.1f
UPDATE: 8. Juni 2023: ICOM Deutschland zieht seinen Bann Russlands zurĂŒck. NĂ€heres HIER

 



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