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Metamorphoses


Von/from: 06.02.2026  Bis/until: 25.05.2026

Passion, desire, lust, jealousy, cunning and deceit – in the exhibition Metamorphoses, the Rijksmuseum shows how artists across the centuries have given themselves over to the famous stories of the Roman poet Ovid.

Composed more that 2,000 years ago, Ovid’s monumental poem Metamorphoses describes a world of transformations — of gods and humans into animals, plants or stone.

This show brings together more than 80 masterpieces from museums and collections around the world, by artists such as Titian, Correggio, Cellini, Caravaggio, Rubens, Rodin, Brancusi and Bourgeois. Each of them, in their own time, rivalled Ovid – one of antiquity’s greatest poets – in imaginative power and artistic vision. The exhibition is a collaboration between the Rijksmuseum and Galleria Borghese, Rome.

The exhibition Metamorphoses is made possible in part by The Bennink Foundation, Rijksmuseum International Circle and Rijksmuseum Patrons.
 
Veranstalter / Institution
Rijksmuseum Amsterdam
Museumstraat 1
NL 1071 ZD Amsterdam

Tel.: 0031 20 6747 000
Fax: 0031 20 674 70 01
E-Mail: salesdepartment@rijksmuseum.nl
WWW: https://www.rijksmuseum.nl/de/besuchen

Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat


Von/from: 19.03.2026  Bis/until: 05.07.2026

Ein französisches Fischerdorf wird zum Mythos. Étretat, in der Normandie an der Atlantikküste gelegen, zog im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in den Bann. Vor allem Claude Monet war von der einzigartigen Steilküste mit ihren drei Felsentoren – der Porte d’Amont, der Porte d’Aval und der Manneporte – derart fasziniert, dass er ihr etliche Gemälde widmete. Das Städel Museum präsentiert gemeinsam mit dem Musée des Beaux-Arts de Lyon eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung von Étretat und den Einfluss des Ortes auf die Malerei der Moderne.

Aufregend schön und zugleich bedrohlich: Das Interesse galt vor allem der charakteristischen Klippenlandschaft Étretats. Maler und Schriftsteller reisten an den abgelegenen Ort und machten ihn durch ihre Werke über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt. Gustave Courbet malte hier seine berühmten Wellenbilder, Guy de Maupassant erhob Étretat literarisch zu einem Sehnsuchtsort und der Komponist Jacques Offenbach ließ sich in dem kleinen Küstenort eine großzügige Villa bauen.

Mit der zunehmenden touristischen Erschließung um 1850 entwickelte sich Étretat zu einem beliebten Seebad und zu einem Treffpunkt für Künstler, Intellektuelle und das Pariser Bürgertum. Monet begann in Étretat unter den sich stets verändernden Licht- und Wetterverhältnissen erstmals, Motivreihen zu malen, eine Arbeitsweise, die sich später zu seinem Markenzeichen entwickeln sollte. So spielte Étretat eine bedeutende Rolle bei der Entstehung einer neuen Malerei, die später als Impressionismus in die Geschichte der Kunst einging.

Im Frühjahr 2026 werden in Frankfurt herausragende Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und historische Dokumente aus französischen, deutschen und weiteren internationalen Museen sowie Privatsammlungen zu sehen sein. Die Werke moderner und zeitgenössischer Künstler – von Félix Vallotton und Henri Matisse über Georges Braques bis hin zu Elger Esser – verdeutlichen zudem die anhaltende Faszination, die von diesem Ort bis heute ausgeht. Seit mehr als 150 Jahren ist Étretat Urlaubsort und Ziel des internationalen Tourismus. Die Menschenströme bedrohen die Steilküste jedoch ebenso wie die Erosion und der Klimawandel. Die Untersuchung des Mythos Étretat ermöglicht es somit auch, wie unter einem Brennglas die ambivalenten Auswirkungen der Popularisierung eines Ortes und die Rolle, die die Kunst dabei spielte, nachzuvollziehen.

Kuratoren
Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne, Städel Museum)
Stéphane Paccoud (Conservateur en chef, Peintures et sculptures du XIXe siècle, Musée des Beaux-Arts de Lyon)
Isolde Pludermacher (Conservatrice générale peinture, Musée d’Orsay, Paris)

Projektleitung
Eva-Maria Höllerer (Kuratorin, Städel Museum)
Nelly Janotka (Wissenschaftliche Volontärin, Städel Museum)
 
Veranstalter / Institution
Städel Museum
Dürerstr. 2
DE 60596 Frankfurt

Tel.: 069-605098-0
Fax: 069-605098-111
E-Mail: info@staedelmuseum.de
WWW: https://www.staedelmuseum.de

MANUEL FRATTINI: Die Landschaft der Malerei


Von/from: 18.04.2026  Bis/until: 20.09.2026

Initiiert und gefördert von der Arno-Buchegger-Stiftung, Augsburg, widmet das Zentrum für Gegenwartskunst dem in Freiburg lebenden Künstler Manuel Frattini eine Ausstellung in den Kabinetten des H2.

Frattinis Werk bekennt sich zum unspektakulären, zugleich radikalen Ernst einer Malerei, die im Sehen gründet. Seine Kunst lebt von der sinnlichen Präsenz von Farbe und Geste. Gefiltert und verdichtet, tritt die Außenwelt als abstrahierte Erinnerung in seinen Bildern auf. Jedes Werk wird so zu einer Verkörperung des Sehens im Prozess des Malens.

Pastose Ölfarbe auf Leinwand, Holz oder Glas, flüssige Gouache und Tusche, Buntstift auf Papier: Netze, Gitter und lineare Geflechte über farbigen Schichten eröffnen fein gesponnene Bildräume. Fragmente reduzierter Gegenständlichkeit und nuancierte Farbräume verweisen auf Sichtbares, das sich mit Erinnerungen und Assoziationen verbindet. In dieser Offenheit wirken die Arbeiten zugleich nahbar und zerbrechlich. Sie betonen die reale Zeit ihrer Entstehung – spürbar in der Stofflichkeit des Materials und den Spuren des Farbauftrags.

Für die Kabinette des H2 hat Frattini eine raumgreifende Installation entwickelt. Seine Bilder sind in ein rhythmisches Gefüge von Distanz und Nähe gesetzt, das Dialoge eröffnet und den Blick an die Bewegung im Raum bindet. Wie eine Partitur mit Noten und Pausen entfaltet sich die Ausstellung als Komposition, die sich erst im Gehen und Schauen vollständig erschließt. In den Zwischenräumen und Leerstellen entsteht eine Resonanz des Abwesenden – eine »Landschaft der Malerei«, die Bekanntes mit Unbekanntem verbindet.

In einer Zeit der Bilderfluten und digitalen Überlagerungen plädiert Frattini für Aufmerksamkeit gegenüber dem Einzelnen, dem Moment, dem stillen Widerstand des Materials. Seine »Landschaft der Malerei« ist keine Flucht, sondern eine Einladung, die Welt im Schauen neu zu entdecken.

Die Ausstellung wird von Wolfgang Reichert in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler kuratiert. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.
 
zus. Veranstaltungen / additional events
Die Ausstellung wird am Freitag, 17. April 2026 um 18.00, parallel mit der Ausstellung »SHIFT OF VISION | Neue Wege der Abstraktion« eröffnet.Der Künstler ist anwesend. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. – Seien Sie herzlich willkommen!

 
Veranstalter / Institution
H2 - Zentrum für Gegenwartskunst
Am Glaspalast 1
DE 86150 Augsburg

Tel.: (0821) 324 – 4107
E-Mail: besucherservice-kusa@augsburg.de
WWW: http://kunstsammlungen-museen.augsburg.de/h2-zentr

SHIFT OF VISION | Neue Wege der Abstraktion: Jutta Haeckel | Peter Krauskopf | Moritz Neuhoff


Von/from: 18.04.2026  Bis/until: 20.09.2026

In der Ausstellung SHIFT OF VISION widmet sich das Zentrum für Gegenwartskunst im Augsburger Glaspalast der zeitgenössischen abstrakten Malerei mit einem konzentrierten Blick auf drei ebenso markante wie autonome künstlerische Positionen aus Deutschland: Jutta Haeckel, Peter Krauskopf und Moritz Neuhoff. Trotz ihrer gemeinsamen Verortung im Feld der Abstraktion verfolgen sie jeweils eine höchst individuelle Bildsprache, die in dieser Konstellation einen spannungsvollen und vielschichtigen Dialog entfaltet. Die Ausstellung zeigt Werke aus den letzten Jahren sowie aus der aktuellen Produktion der drei Künstler. – Der Glaspalast Augsburg bildet dabei mit seiner markanten Architektur und den lichtdurchfluteten Hallen nicht nur den Rahmen, sondern wird selbst Teil der Ausstellungserfahrung: Als ehemaliges Industriegebäude des frühen 20. Jahrhunderts verbindet er Offenheit mit Struktur, Klarheit mit Geschichte – und schafft eine einzigartige Atmosphäre, in der die vielgestaltigen Positionen abstrakter Malerei in Resonanz mit Raum und Licht treten.

Jutta Haeckel (*1972 in Hannover) entwickelt eine Malerei, die zugleich kartografisch und imaginär wirkt. Ihre Gemälde entstehen durch die Schichtung unterschiedlichster Farbzustände, von fein lasierend bis pastos. Charakteristisch ist, dass sie den Malgrund bereits vor dem Malprozess verändert: Durch das Ziehen einzelner Fäden weitet sie die Maschen der Leinwand, macht den Stoff stellenweise durchlässig und durchsichtig. Auf diese vorbereitete Fläche folgt ein physischer Farbauftrag, bei dem sie den Stoff tränkt und abstrakte Setzungen von Vorder- und Rückseite kombiniert. So verweben sich Gewebe und Malerei zu einem vielschichtigen Gefüge aus Oberfläche, Material und Zeichen.
Als Ausgangspunkt dienen Haeckel oft digitale Bildquellen wie Satellitenaufnahmen, Architekturfragmente oder organische Strukturen, die Haeckel in ein abstraktes Vokabular überführt. Lineare Rasterungen, flirrende Farbfelder und feine Strichlagen verdichten sich zu einem vibrierenden Bildraum, der sich eindeutiger Lesbarkeit entzieht. Ihre Werke changieren zwischen Konstruktion und Auflösung, Fläche und Tiefe, und eröffnen meditative Seh- und Denkräume. Malerei wird bei Jutta Haeckel zu einem prozesshaften Speicher visueller Schichten – ein Ort, an dem Wahrnehmung nicht nur abgebildet, sondern im Akt des Betrachtens erst erzeugt wird. Damit reflektiert ihre Praxis zugleich die Durchlässigkeit zwischen realer Welt und Bildraum, zwischen Karte und Landschaft, Ausdrucksmedium und Materialität.

Peter Krauskopf (*1966 in Leipzig) steht für eine malerische Praxis, in der gestische Reduktion, Materialität von Farbe und Bildträger sowie Zeit eine zentrale Rolle spielen. Seine Arbeiten entstehen durch ein bewusstes Spiel mit Schichtung und Abtragung. Ausgangspunkt sind oftmals farbintensive Hintergründe, die Krauskopf in gestischer Konsequenz mit breiten Spachtelzügen überzieht. In einem Akt kontrollierter Zerstörung trägt er obere Farbschichten teilweise wieder ab und legt so das darunterliegende Bild offen – gleichsam ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart auf der Leinwand. Dieser Prozess erzeugt ein spannungsgeladenes Wechselspiel zwischen Oberfläche und Tiefe, zwischen Zufall und Kalkül. Krauskopfs Werke sind zugleich meditativ wie auch physisch präsent. Sie erzählen vom Bild als einem Ort der Verdichtung, als Spur eines zeitlichen Geschehens.

Moritz Neuhoff (*1987 in Osnabrück) gehört zur jüngeren Generation abstrakter Maler, deren Werk stark von digitalen Bildkulturen beeinflusst ist. Neuhoffs Gemälde wirken auf den ersten Blick wie generierte Grafiken oder digital manipulierte Bilder – doch sie entstehen als Produkte eines mehrstufigen malerischen Arbeitsprozesses. Seine Kompositionen setzen sich aus Rasterungen, Interferenzen und Farbstörungen zusammen, die an Glitches und algorithmische Prozesse erinnern. Dabei lotet Neuhoff die Grenze zwischen digitaler Ästhetik und handwerklicher Malerei bewusst aus. Seine Arbeiten sind von einer gewissen Kühle, fast technischer Präzision, doch bei näherem Hinsehen offenbaren sie eine subtile Sinnlichkeit und malerische Raffinesse. Neuhoffs Werk befragt unsere Wahrnehmung, die zunehmend durch Bildschirme geprägt ist, und transformiert digitale Phänomene in ein sinnlich erfahrbares malerisches Vokabular.

Kontrast & Resonanz | ein malerischer Dialog

Die Ausstellung SHIFT OF VISION versteht sich nicht nur als eine Präsentation dreier künstlerischer Positionen, sondern als ein Dialog über die Möglichkeiten abstrakter Malerei im 21. Jahrhundert. Während Krauskopf mit physischer Reduktion und prozesshafter Tiefe arbeitet, überführt Neuhoff digitale Ästhetik in eine malerische Logik, und Haeckel lässt abstrakte Landschaften aus Bildschichtungen und Seherfahrungen entstehen. Die Ausstellung betont weniger die Gemeinsamkeiten als vielmehr die Differenzen dieser Ansätze – und zeigt gerade dadurch die vitale Spannweite und Relevanz der abstrakten Malerei heute.

In einer Zeit, in der Bilderflut und digitale Überlagerung unsere Wahrnehmung bestimmen, setzen die Arbeiten von Krauskopf, Neuhoff und Haeckel je eigene Akzente – leise, analytisch oder vieldeutig – und eröffnen Räume für eine bewusste, entschleunigte Bildbetrachtung. SHIFT OF VISION lädt ein zu einer visuellen Reise durch Farbe, Struktur und Bedeutung und wirft grundlegende Fragen nach der Beschaffenheit von Bild, Oberfläche und Wahrnehmung auf.


 
zus. Veranstaltungen / additional events
Die Ausstellung wird am Freitag, 17. April 2026 um 18.00, parallel mit der Ausstellung »MANUEL FRATTINI | Die Landschaft der Malerei« eröffnet.
Die drei Künstler sind anwesend. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. – Seien Sie herzlich willkommen!

 
Veranstalter / Institution
H2 - Zentrum für Gegenwartskunst
Am Glaspalast 1
DE 86150 Augsburg

Tel.: (0821) 324 – 4107
E-Mail: besucherservice-kusa@augsburg.de
WWW: http://kunstsammlungen-museen.augsburg.de/h2-zentr


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